Unicast GmbH - SondervergussSonderverguss

Bei Sonderbauteilen handelt es sich um Vergussprodukte die aus allen erdenklichen Sparten kommen. Die Stückzahlen variieren zwischen einem Teil bis zur Serie. Daher finden auch unterschiedliche Vergussverfahren Anwendung.

Es wird im Vakuum- Verguss, im Atmosphärischen – Verguss, oder im Druckgelierverfahren vergossen. Kurze Umschreibung der Verfahren.

Vakuumverguss:
In diesem Verfahren wird das Bauteil in einer Vakuumkammer, die Abhängig von der Größe des Bauteils ist, im Unterdruck bis hin zum fein Vakuum vergossen. Dafür stehen verschiedene, beheizbare Vakuumkammern zur Verfügung. Die Volumen reichen von ein paar Litern bis zu mehreren hundert Litern Rauminhalt. Diese Vakuumverguss-Verfahren eignen sich auch für sehr empfindliche Teile. SMD Baugruppen und Sensoren werden sicher und schonend umschlossen.
Der Vakuumverguss eignet sich vom Einzelteil bis zur großen Serie

Vorteile vom Vakuumverguss:
Es können auch sehr große Bauteile mit leichten günstigen Werkzeugen und Formen vergossen werden. Dadurch, dass beim Vergießen nahezu keine Luft verdrängt werden muss, ist eine gleichmäßige Benetzung der Bauteile sichergestellt und es wird die Größtmögliche Dichte im Bauteil erzielt. Das hat einen positiven Einfluss auf die elektrischen Eigenschaften so dass im Bereich der Hochspannung, teilentladungsarme bzw. teilentladungsfreie Bauteile gefertigt werden können. Weiter hat der Vakuumverguss auch entscheidende Vorteile bei der thermischen Wärmeableitung. Durch die homogene Durchdringung des Gießharzes, wird die Verlustwärme gleichmäßig abgeleitet weil keine Luft oder Gasblasen die an den Bauteilen anhaften, die Wärme staut. Durch die hohe Reproduzierbarkeit beim Vakuumverguss wird die Gießmasse immer gleichmäßig verteilt und die Temperatur kann im Betrieb bei allen Bauteilen in gleicherweise sicher abgeführt werden.

Atmosphärischer Verguss (offener Verguss)
In vielen Fällen genügt ein offener Verguss völlig. Diese Art wird meist dann eingesetzt wenn die elektrische und thermische Beanspruchung nicht so groß sind und der mechanische Schutz oder der Schutz vor Umwelteinflüssen der Grund für den Verguss sind.

Vorteil:
Je nach verwendetem Gießharz ist eine sehr gute Beständigkeit für Outdoor Anwendungen  oder dem EX Schutz möglich. Die Werkzeuge und Formen können meist sehr einfach ausgelegt werden und sind daher recht kostengünstig. Größere Serien können problemlos Automatisiert und damit sehr effizient verarbeitet werden. Der Aufwand ist deutlich geringer als bei anderen Verfahren.

Druckgelierverfahren (ADG):
Beim Druckgelierverfahren wird das Bauteil unter Druck in beheizten Werkzeugen geliert,  das heißt gehärtet. Dabei wird das Harz zunächst über einen Vorrat- Behälter in die geschlossene Form gefüllt. Anschließend wird  beim Druckgelieren der angeschlossene Behälter unter Druck gesetzt, so dass über den Behälter ein Überdruck auf das Bauteil wirkt. Das Gießharz reagiert und geliert dann in der Form unter Druck bis zu einem Härtegrad, der eine Entformung zulässt.

Vorteile vom Druckgelierverfahren:

Im Werkzeug steigt in Folge des Druckes die Dichte und Luft wird besser verdrängt. Eventuelle Restluft und Blasen werden um ein Vielfaches komprimiert und weggedrückt, so dass eine bessere Benetzung der vergossenen Bauteile gewährleistet ist.  Ein Schrumpfen der Gießmasse, was bei Reaktionsharzen immer der Fall ist, wird dadurch reduziert, indem noch flüssige Gießmasse aus dem Vorrat Behälter mit Druck nachgeführt wird (Schrumpfkompensation). Die Werkzeuge sind sehr robust und langlebig. Das Druck- gelierverfahren ist besonders  für größere Serien geeignet und lässt eine hohe Reproduzierbarkeit der Qualität bei einem sehr geringen Toleranzspektrum zu.

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